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Der Bau der Lutherschule - Grundsteinlegung war am
29.04.1882 und ihre Einweihung am 08.10.1883 - fiel in der Zeit des
Aufblühens der Industrie in Gera. Die Schule wurde so genannt zur
Erinnerung an die Feier des 400-jährigen Geburtstags Martin Luthers. Die
Baukosten wurden damals mit 210.000 Mark veranschlagt, betrugen aber
schließlich 261.542 Mark. Dafür war es gelungen, ein beachtliches
Schulgebäude zu schaffen, dass eine bebaute Fläche von 1241m² umfasst.
Das Gebäude war als eine Knaben- und Mädchenschule mit
je 14 Klassen konzipiert. In ihm befand sich ein Zeichensaal und
eine für den Gesangsunterricht bestimmte Aula, die von beiden
Geschlechtern genutzt wurden. Das Baukonzept erfolgte als 2. und 3.
Bürgerschule - eine damalige Klassifizierung - wobei die 3. Bürgerschule
eine ausgesprochene Armenschule mit Schulgeldfreiheit gewesen sein dürfte.
Zwei Kriege hat die Lutherschule fast spurlos
überstanden. 1972 wurde sie in 11. POS umbenannt und erst seit 1980 führt
sie den Beinamen "Lutherschule". Am 22.05.1996 verlieh ihr die Stadt Gera
offiziell wieder den Namen "Lutherschule", der für viele Geraer ein fester
Begriff war und ist. 1992 zog auch die Enzianschule in das Gebäude mit
ein.
Selbstverständlich sind die vielen Beanspruchungen
nicht spurlos an den Einrichtungen und dem Gebäude der Schule
vorübergegangen, so dass, nachdem entschieden worden war, dass die
Staatliche Berufsbildende Schule Bautechnik nach hierher umzieht, eine
grundhafte Erneuerung sich notwendig machte.
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Vom Keller bis zum Boden waren seit September 2002
Maurer, Elektro- und Sanitärinstallateure, Maler und andere Handwerker
- insgesamt 21 Gewerke - dabei, dem städtebaulichen beeindruckenden
Klinkerbau aus der Gründerzeit auf seine neue Funktion vorzubereiten.
Dabei wurde viel Wert darauf gelegt, die aufwendig
gearbeiteten Details fachmännisch zu restaurieren und das historische
Ambiente zu erhalten. Insgesamt wurde die Sanierung und der Umbau im
Rahmen eines alternativen Finanzierungskonzeptes verwirklicht.
In dem neuen Gebäude sind neben 23 allgemeinen
Unterrichtsräumen, Laboren für Dachdecker und Maler, das
Baustoffkundekabinett, ein Zeichensaal, aber auch das Archiv, die
Bibliothek, die Computerkabinette sowie die Kantine auf die
Lehrlinge und Fachlehrer ausgerichtet.
Wir danken dem Stadtrat, dem Oberbürgermeister, dem
Eigenbetrieb Zentrale Grundstücks- und Gebäudewirtschaft und dem
Schulverwaltungsamt unserer Heimatstadt Gera, den Planern, Architekten und
der Walter Bau AG, dass sie uns eine solch moderne Schulanlage für die
Berufsausbildung im Bauwesen geschaffen haben. Danke sagen wir auch für
die Unterstützung dem Thüringer Kultusministerium, dem Förderverein sowie
all unseren Partnern aus der Wirtschaft und den Ausbildungszentren. |